Wer dachte, der Mensch sei das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, das homosexuelle Beziehungen pflegt, der irrt sich gewaltig. Unter Tieren ist Homosexualität im Prinzip genauso häufig vertreten wie bei uns- und dient ihnen teilweise sogar als evolutionärer Vorteil. Um dies etwas zu verdeutlichen, rufe ich die Rubrik „Tierisch schwul“ ins Leben, um euch ein wenig von dieser faszinierenden Welt zu berichten.

Heute: Die Ente. Etwa fünf Prozent von ihnen leben in homosexuellen Beziehungen, was keine Auswirkungen auf die Population der Tiere hat. Im Gegenteil: Hat einer der beiden Erpel doch mal Nachwuchs mit einer weiblichen Ente, legt diese ihre Eier in das Nest der beiden Herren. Die Erpel brüten die Eier aus und ziehen die Jungen groß. Da zwei Männer stärker sind als einer hat der Nachwuchs eine erheblich höhere Überlebenschance, da er viel besser beschützt werden kann.